Frauen sind wie Männer – nur krasser!*

Also, Mädels, macht was draus!!

Wir leben in einer Zeit und in einer Gesellschaft, in der Frauen grundsätzlich gleichberechtigt sind. Das ist gut und wichtig und das haben wir vielen Frauen und auch Männern der Vergangenheit zu verdanken. Keine von uns kann sich heute noch vorstellen, seinen Mann um Erlaubnis fragen zu müssen, dass sie den Führerschein machen darf (meine Oma, 85, hat aus diesem Grund keinen).

Gleichzeitig gibt es aber auch noch ziemlich viel zu tun – Stichwort GPG (wir verdienen immer noch viel weniger), Kitamangel (noch immer kann nicht jede sich darauf verlassen, ihr Kind betreut zu bekommen), Diskriminierung, gläserne Decke.. Das sind strukturelle Themen, die sich ändern müssen, und wofür es sich lohnt zu kämpfen.

Doch darum soll es in diesem Post nicht gehen. Es ist in den letzten Jahren nämlich auch schon ziemlich viel passiert! Frauen werden gefördert (zum Beispiel #femtec), an allen Ecken und Enden sprießen Frauennetzwerke wie Pilze aus dem Boden (z.B. #leadingwomen), es gibt Frauenquoten. Man kann sehr emotional sowohl für, wie auch gegen die Quote argumentieren; was aus meiner Sicht zählt, ist die Tatsache, dass dadurch das Thema aktuell ist, man darüber spricht. Dass das Thema Frauen immer mehr ins Bewusstsein der Unternehmen, der Gesellschaft gelangt.

Surft die Frauenwelle!

Engagiert euch, oder schwimmt zumindest mit auf der Frauenwelle! Nutzt die ganzen Angebote und lasst euch fördern. Netzwerkt und nutzt die Tatsache, dass wir wirklich alles können, was die Männer auch können, nur eben mehr (z.B. Kinderkriegen 😉). Und wenn du morgen einen tollen Job bekommst, den dein männlicher Kollege nicht bekommt (und das weil es in deinem Unternehmen eine Quote gibt): Good for you! Die Welt ist nicht gerecht und gute Gelegenheiten muss man am Schopfe packen. In diesem Fall empfehle ich, zu performen, die Quote Quote sein, und die Männer lästern zu lassen.
In einem anderen Post hatte ich mal die Komfortzone des Jammerns erwähnt: Menschen, die es sich gemütlich machen, indem sie sich permanent beschweren, ohne an ihrem Zustand etwas zu ändern. Die Zeiten des „geht nicht“ oder „ich kann ja gar nicht“ sind aber vorbei. Ich glaube, die Chancen, als Frau richtig erfolgreich zu sein stehen besser als je zuvor. Jammern und sich hinter der Gesellschaft oder dem System verstecken zählt nicht mehr. Wer will, der kann. Dazu müssen wir uns gegenseitig unterstützen, inspirieren und voneinander lernen. Ich glaube, dass wir am meisten bewegen können, indem wir selbst zu Vorbildern werden (#powervorbilderchallenge).

Wenn wir all unser Knowhow nutzen, was wir durch die tollsten Ausbildungen bekommen haben, wenn wir uns fördern lassen, wenn wir uns vernetzen, wenn wir uns Einiges von Männern abschauen (Cherry Picking, Vollzeit arbeiten, Selbstmarketing, Competitiveness..) und das dann noch mit unserer weiblichen Ausstrahlung kombinieren, dann sind wir unschlagbar.

 

Weg vom Herd!

In den letzten Tagen bin ich mehrmals auf die Herdmetapher in verschiedenen Ausführungen gestoßen. Ich mag die positive Interpretation: Klar kann man auf vier Platten (Freunde, Familie, Job, Gesundheit) gleichzeitig kochen und muss NICHT eine Platte komplett abschalten, um erfolgreich  zu sein. Im Gegenteil, die Töpfe gehören alle zu einem Gericht und sorgen gegenseitig dafür, dass das Essen gelingt. Das ist eine große Gabe von uns Frauen (nicht das Kochen, sondern mehrere Flammen im Blick zu haben 😉).
Jeder, der sich auf nur eine Platte begrenzt, ist selbst schuld (bisschen provokantes Beispiel ist der alte, weiße Mann, der sich nur auf den Job fokussiert). Ich genieße es beispielsweise gerade total, die Balance wieder in einer anderen Richtung zu haben, eher weg vom Job.  Wir sollten es nutzen, uns mal mit ganz anderen Themen beschäftigen zu können, und dazu kann auch eine Elternzeit dienen. Also statt sich zu beschweren, dass man durch Kinder einen „Karriereeinbruch“ erleidet, kann man auch einfach versuchen, richtig was draus zu machen. Neues auszuprobieren, neue Menschen kennenzulernen, vielleicht sogar ein Unternehmen zu gründen. Und da haben wir als Frauen den Männern gegenüber einen Vorteil: Bei uns hinterfragt so eine Auszeit kaum einer, wohingegen ein Mann schon gerne mal schief angesehen wird wenn er plötzlich für ein paar Monate einfach raus geht.

 Von den Chinesinnen lernen

Während ich dies schreibe, hatte ich eine einstündige Unterbrechung: Websession „Was wir von erfolgreichen Chinesinnen im Top-Management lernen können“ von Dr. Bettina Al-Sadik-Lowinski über das LeadingWomen Netzwerk. Ihre Insights aus erster Hand (sie hat in China gelebt, forscht zu dem Thema und hat auch ein Buch geschrieben „How Chinese Women Rise“) waren super spannend; insbesondere Bettinas Antwort auf meine Frage, welches denn der aus ihrer Sicht größte Hebel sei, wo wir Deutschen von den Chinesinnen lernen können: Chinesinnen setzen sich von Anfang an ganz intensiv mit ihrer Karrierestrategie auseinander, beschäftigen sich aktiv damit, was sie eigentlich vom Leben wollen (z.B. über Coaches) und beweisen dann sehr viel Durchhaltevermögen.

Was ist die Quintessenz?

Es gibt grade echt gute Chancen und Möglichkeiten für Frauen, erfolgreich zu sein. Und das sogar mit Kindern. Seid also mutig, geht raus und packt es an – denn wir sind wie Männer, nur krasser!

*Den Spruch habe ich von Franzi von Hardenberg geklaut. Er stammt aus der letzten Episode des RoleModels Podcasts, von Isabelle Sonnenfeld und David Noël, welcher im Übrigen mein neuer Lieblingspodcast ist – ich fiebere jetzt schon immer auf die neuste Ausgabe hin. Franzi ist der Megahammer und sie hat noch viel mehr inspirierende Zitate gebracht (@sissihardenberg wenn ihr ihr auf Insta folgen wollt).

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