Coaching Update – Erfolgreiche Frauen zwischen Kind und Karriere

Drei Viertel meiner Ausbildung zum Systemischen Coach habe ich geschafft, und letzte Woche sogar pünktlich meine Facharbeit abgegeben. Im Dezember findet der letzte Teil der Ausbildung statt, inklusive Prüfung (ein Live Coaching!). Unzählige Übungscoachings liegen hinter mir, sowohl mit meiner Ausbildungsgruppe, als auch mit „richtigen“ Klientinnen 😊Hier gebe ich euch ein paar Insights in meine Themen und wie sich meine Persönlichkeit sowie meine Erfahrungen darin widerspiegeln.

Erfolgreiche Frauen zwischen Kind und Karriere

Das ist nicht nur Teil des Titels der Abschlussarbeit meiner Ausbildung, sondern auch der Großteil meiner Coachees. Wobei daneben einige dabei sind, welche noch keine Kinder haben/wollen, und vereinzelt sogar ein paar Männer 😉

In meiner Facharbeit habe ich den Erfolg von sogenannten ressourcen-aktivierenden Tools im systemischen Coaching bei Frauen zwischen Kind und Karriere evaluiert. Bei Ressourcen geht es um alle Fähigkeiten, Eigenschaften, Möglichkeiten, aber durchaus auch Mitmenschen oder materielle Mittel, auf welche die Coachees zurückgreifen können, um ihre Ziele zu erreichen. Ressourcenaktivierung bedeutet also das „Wirksam-Machen“ von Ressourcen.

Beispiele für Coaching Anliegen

Hier ist eine Auswahl typischer Anliegen aus diesem Umfeld:

  • Wie schaffe ich es, Karriere zu machen und gleichzeitig eine gute Work-Life-Balance zu haben?
  • Ich möchte nach meiner Elternzeit in eine Führungsposition. Wie gehe ich das an?
  • Wie kann ich meine Rolle als Karrierefrau UND Mutter definieren?
  • Ich möchte mich optimal positionieren („Personal Branding“), um als Mutter Karriere zu machen.
  • Ist mein Job auch weiterhin der richtige für mich (nach der Elternzeit)?
  • Wie kann ich aktiv meine berufliche Weiterentwicklung nach der Elternzeit beeinflussen?
  • Wie kann ich eine Auszeit (Elternzeit/Sabbatical) aktiv für meine Karriere nutzen?
Was all diese Coachees gemeinsam haben:

„Zunächst sind die Coachees alle auf die eine oder andere Weise an einem Wendepunkt im Leben, da sie Kinder planen oder bekommen haben. Kinder bedeuten mehr Verantwortung und weniger Zeit. Beides wirkt sich direkt auf den Job aus: Man kann nicht mehr seine gesamte Energie und Zeit auf die Karriere verwenden.

Weiterhin führt dieser Wendepunkt zu großer Unsicherheit und Angst, denn die Situation ist komplett neu. Die Frauen können auf keinerlei Erfahrungswerte setzen, müssen sich damit zufriedengeben, ihr Umfeld zu befragen und zu beobachten. Jedoch kann ein so einschneidendes Ereignis wie die Geburt eines Kindes nie vorhergesehen werden; es ist also verständlich, dass auch toughe Karrierefrauen in dieser neuen Lage verunsichert sind.

Das Umfeld meiner Coachees beeinflusst deren Denken und Fühlen gleichermaßen stark. Insbesondere Familie, Freunde und Kollegen haben meist eine Meinung zum Thema Kinder und Karriere. Häufig sind die Coachees verunsichert durch veraltete Rollenbilder („..warte erstmal ab, bis das Kind da ist, dann wirst du deine Karriere ganz schnell vergessen“), starre Glaubenssätze („ein Kind braucht seine Mutter und es schadet ihm, wenn sie wieder voll arbeiten geht“) und vermeintliche Restriktionen („man kann nur unter enormem Zeitaufwand wirklich Karriere machen“). Diese Denkmuster meiner Klientinnen sind oft sehr tief in deren Bewusstsein verankert und führen daher zu zahlreichen Coaching-Anliegen.

Doch auch positive Eigenschaften haben die Anliegen der Frauen gemeinsam: Die Coachees vereint ein starker Wille, Beruf und Familie zu vereinen. Für sie ist klar, dass sie ihre berufliche Karriere weiterführen möchten, auch wenn sie Kinder haben. Sie wissen, was sie wollen (z.B. „eine Führungsposition“), insbesondere aber auch, was sie NICHT wollen (z.B. „die Kinder 24/7 von einer Nanny betreuen lassen“).
Sie haben einen starken Tatendrang, aktiv zu werden, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Der erste Schritt dazu ist oft das Konsultieren von mir als Coach.
Schließlich verfügen meine Klientinnen über starke Ressourcen in Form von Fähigkeiten, Wissen, Stärken. Sie sind top ausgebildet, haben gut bezahlte Jobs und sind erfolgreich in dem, was sie tun.
Jedoch sind diese genannten Ressourcen den Frauen oft nicht bewusst.“ (Quelle: Facharbeit Systemisches Coaching von Theresia Fuchs)

Mein persönlicher Beitrag

Jetzt ist es grundsätzlich wichtig, zwischen Beratung und Coaching zu unterscheiden; ich verteile also nicht Tipps und sage meinen Klientinnen „So musst du es machen“ oder „So habe ich es gemacht“. Jeder lebt in seiner Welt, in seinem System, und wenn wir Lösungsansätze erarbeiten, müssen diese für meine Coachee passen, und nicht für mich. Aber ich kann ihnen dabei behilflich sein, Handlungsoptionen zu finden.
Häufig habe ich von meinen Klientinnen das Feedback bekommen, dass sie alleine die aktive Selbstreflektion bereits in ihrem Anliegen weitergebracht habe. Und dann macht es eben doch den Unterschied, einen Coach zu haben, welcher die eigenen Probleme bereits selbst erlebt hat. So fungiere ich gleichzeitig als positives Vorbild (Kinder und Karriere funktionieren doch!) und als Coach. Mir macht das Coachen mega viel Spaß und es ist unheimlich erfüllend, wenn man das Gefühl hat, einer Klientin wirklich geholfen zu haben!

Frauen-Empowerment

Frauen zu empowern ist mein Herzensthema! Ich wünsche mir, dass noch viel mehr der super ausgebildeten Frauen aktiv das Abenteuer Kinder und Karriere angehen. Denn die Balance, beides zu haben, ist unheimlich erfüllend und beschert ein tolles, glückliches und erfolgreiches Leben.

Fotocredit, © Claudia Ast

4 Antworten auf „Coaching Update – Erfolgreiche Frauen zwischen Kind und Karriere“

  1. Kann ich nur bestätigen: es war mega hilfreich meine Challenge mit unterschiedlichen Tools systematisch anzugehen, um anschließend mit Deiner Hilfe eine persönliche Lösung zu erarbeiten. Danke für das tolle Coaching!

  2. Mir hat das Coaching geholfen besser mit dem Thema Workload & (Work-)life Balance umzugehen und mich in einem besseren Umgang damit zu üben. Wir haben zusammen an verborgenen Glaubenssätze gearbeitet und kleine Challenges formuliert, z. B. 17 Uhr-Feierabend-Challenge, so dass ich gleich aktiv werden konnte. 🙂

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