Fazit: 1 Jahr mit Aupair – Eine unserer besten Entscheidungen!

Wir haben nun seit gut einem Jahr eine Aupair, Danna. Ich bekomme unheimlich viele Anfragen dazu und möchte daher unsere Erfahrungen in einem kleinen Interview teilen. Einmal aus der Perspektive von Danna selbst, aber auch aus meiner eigenen.

  1. Wie war das Jahr für dich in drei Wörtern?

Danna:

Verrückt, Erfahrungen, Lernen.
Loco, Experiencias, Aprendizajes.

Theresia:

Bereichernd, aufregend, schön.

  1. Würdest du wieder Aupair werden / ein Aupair aufnehmen und warum?

Danna:

Ja, ich würde nochmal wieder Au Pair werden, weil es eine einzigartige Erfahrung ist. Wo du viele verschiedene Dingen in ihrer Kultur wissen kannst.
Du bist voll von Erfahrungen, Kenntnisse und Lernen. Du könntest wundervolle Menschen kennenlernen, wie auch nicht, vielleicht hättest du das Glück wie ich, eine großartige Gastfamilie zu haben, und wenn nicht, du lernst das auch. Es war eine wunderschöne Erfahrung für mein persönliches Leben.
Si volviera a ser aupair porque es una experiencia única, donde puedes conocer muchas cosas diferentes a tu cultura, te llenas de experiencias, conocimientos, aprendizajes, conoces personas maravillosa como tampoco, puedes que tengas la fortuna como yo de tener una excelente familia Anfitriona y sino  también aprendes eso y ha sido una experiencia muy enriquecedora para mi vida personal.

Theresia:

JA! Ich bin mir sicher, wir werden von nun an IMMER ein Aupair haben, bis die Kinder selbständig genug sind.

Ich kann mir kein schöneres und v.a. entlastenderes Modell zur Unterstützung vorstellen! Ein Aupair ist eine Bereicherung für die Familie, eine Art große Schwester, die aber nicht murrt, wenn sie auf die Jüngeren aufpassen soll 😉 Jemand, der immer da ist und dadurch nicht Privatsphäre nimmt, sondern schafft: Unzählige Male sind mein Mann und abends einfach spontan zu zweit losgezogen.

  1. Was hattest du anders erwartet?

Danna:

Ich habe mir nie vorgestellt dass die COVID passieren wird 🙄. Ich habe nur erwartet, ein bisschen mehr zu reisen. Obwohl ich mit der Familie verschiedene Orte kennengelernt habe, und darüber kann ich mich nicht beschweren. 😁
Claramente nunca me imaginé que iba a suceder lo del COVID  🙄 pero creo que solo esperaba viajar un poco más, aunque con la familia conocí varios lugares y no me puedo quejar de eso. 😁

Theresia:

Ich hatte ein bisschen die Befürchtung, dass ein „fremder“ Mensch, der nun immer da ist, irgendwie als störend empfunden werden könnte. Und ich hatte gedacht, dass es viel länger dauern würde, bis die Kinder sie akzeptiert und sich alles eingespielt hätte.

Außerdem hatte ich befürchtet, dass ich mit einer Aupair „ein Kind mehr am Hals“ hätte, um das ich mir zum Beispiel Sorgen machen müsste, weil sie sich am Wochenende auf wilden Parties herumtrieb. All diese Befürchtungen blieben unbegründet. Teilweise sicherlich wegen der außergewöhnlichen Corona-Situation, zum großen Teil aber gewiss auch wegen Danna 😊.

  1. Wenn du nochmal ein Jahr zurückschaust, was würdest du anders machen?

Danna:

Ich würde gerne NICHTS wechseln (ändern),  das Jahr 2020 war von vieles Lernens für alle.
No me gustaría cambiar NADA ha sido un año de mucho aprendizajes para todo el mundo.

Theresia:

Gar nicht besonders viel. Vielleicht vor Beginn nochmal die Regeln und Erwartungen klarer (schriftlich) kommunizieren, um dem einen oder anderen Missverständnis vorzubeugen (gerade am Anfang führt die Sprachbarriere manchmal dazu). Andererseits gehören diese Learnings ja auch irgendwie zum Lernprozess dazu.

  1. Was empfiehlst du neuen Aupairs / Aupair-Familien?

Danna:

Es ist eine sehr schwierige Frage zu beantworten haha…😂🤭 Ich denke, sie sollte die ganze Zeit widmen um die Deutsch Sprache  zu lernen,  die Angst beiseite zu lassen, und die jede Gelegenheit, die sich bietet zu ausnutzen. Ah wenn sie nicht geduldig ist, sie wird hier das Wort “Geduld” lernen. 💪🏼
Es una pregunta muy difícil de contestar haha… 😂🤭 creo yo que le dedique todo el tiempo que pueda para estudiar el alemán, dejar a un lado el MIEDO
y que sepa aprovechar cada oportunidad que se le cruze en el camino. ah y que si no es paciente aquí aprenderá a conocer la palabra PACIENCIA. 💪🏼

Theresia:

Lasst euch drauf ein! Neue/andere Herangehensweisen akzeptieren, Kontrolle abgeben und sich mehr an der neu gewonnenen Freiheit und Flexibilität erfreuen, als auf vermeintliche kleine „Fehler“ zu fokussieren.

  1. Was war die größte Herausforderung für dich?

Danna:

Die Sprache war, ist und wird die größte Herausforderung für mich, und in ein Land zu kommen, in dem ich keine Kenntnisse über die Sprache und Kultur hatte.
Ich merke, dass hier die Stereotypen nicht existiert als Manche Menschen immer über etwas jede Kultur zu sagen und wissen nichts über die andere Kultur und wir urteilen immer.
El idioma ha sido, es y sera un gran desafío para mi. Y llegar a un país en donde no tenía ningún conocimiento en el idioma y la cultura y darme cuenta que no hay
que creer en los estereotipos que dice y piensa la gente sobre cada cultura.

Theresia :

Das schlechte Gewissen gegenüber Danna, dass sie in diesem Corona-Jahr die meiste Zeit bei uns zuhause verbringen musste, statt Deutschland/Europa zu erkunden! Und manchmal auch die Erkenntnis, dass die “Jugend” in manchen Dingen einfach anders tickt 😉 Ich denke aber, dass das eine sehr gute Übung für die eigenen Kinder ist (zum Beispiel Umgang mit Handy etc.).

  1. Was war dein schönster Moment?

Danna:

Ich hatte die Gelegenheit zum ersten Mal nach Europa zu reisen🤗, und ich fühle, dass jeder Moment mit der Familie Fuchs hatte, es war ganz schön und in allgemein immer Lachen waren. Ich kann auch zufrieden sein, dass ich es geschafft habe, etwas von mir in die Kinder zu markieren 👧🏼👦🏼👶🏼, und ich hoffe die Eltern auch.🤭😅
Tener la oportunidad de viajar por primera vez a Europa 🤗 y siento que cada momento que hemos tenido con la Familia Fuchs que por lo general siempre ha sido solo
risas. Tambièn puedo sentirme satisfecha de que logre marcar algo de mi a los niños 👧🏼👦🏼👶🏼 y espero que a los papás también 🤭😅

Theresia:

Als Danna wie selbstverständlich auf einmal auf den von den Kindern gemalten Familienbildern auftauchte und sie dieselben Liebesbriefe von den Kindern erhielt, wie wir. Da wurde mir klar, dass die Kinder sie nicht nur voll akzeptieren, sondern auch lieben. Ein mega gutes Gefühl 😊

  1. Was war dein schlimmster Moment?

Danna:

Den einzigen Tag und letztes Tag dass ich so viel geweinte. Ich fühlte mich zu Frustration mit der Sprache, mit der Quarantäne, konnte ich nicht ausdrücken was ich sagen wollte,  ich verstand nicht, und dass sie mich nicht verstanden, ich hatte keinen Sprachkurs und ich war so weit von meiner Familie, dass ich diesen Tag sie so vermisste.
El único día y último día que lloré mucho!!! Me sentía demasiado frustrada con el idioma, la cuarentena, no poder expresarme, no entender, no estudiar y estar lejos de mi familia ahí los extrañé más de lo normal.

Theresia:

Eigentlich gabs den nicht – ich habe unsere Entscheidung nicht ein einziges Mal bereut oder hinterfragt.

  1. Wie geht es jetzt bei dir weiter?

Danna:

Ich spüre viele positive Veränderungen in mir, auf persönlicher Ebene, ich bin glücklich und es geht mir prima. 🥳

Meine Pläne sind danach von Au-pair.  Ich  werde das Freiwillig Soziales Jahr beginnen, weiter lerne Deutsch und ich hoffe, dass ich einen Ausbildungsplatz als Erzieherin finden werde.

Siento muchos cambios positivos en mí mismo, a nivel personal, soy feliz y estoy bien. 🥳

Mis planes después de ser Au-pair son: Comenzar el Voluntariado, continuar aprendiendo alemán y espero encontrar un plaza en un “Técnico” para profesora.

Theresia:

In Deutschland dürfen Aupairs aus Drittstaaten lediglich ein Jahr Aupair sein; eine Verlängerung des Visums ist nur möglich, wenn sie eine Ausbildung, ein Studium oder ein FSJ anschließen. Aus diesem Grund haben wir bereits eine neue Aupair unter Vertrag; allerdings gibt es aktuell noch keine Möglichkeit, bei der Deutschen Botschaft in Bogota Termine zu bekommen, so dass sie kein Visum hat und damit nicht einreisen kann.

Danna hat vom Ausländeramt eine Verlängerung ihrer Aufenthaltsgenehmigung um acht Monate, so dass wir die Zeit nun dank ihrer Flexibilität überbrücken können. Im Anschluss beginnt sie ein FSJ in Köln, so dass wir hoffentlich auch weiterhin in Kontakt bleiben werden 😊.

Was sind eure Erfahrungen?  Oder habt ihr weitere Fragen? Dann schreibt sie einfach hier als Kommentar!

Eine Antwort auf „Fazit: 1 Jahr mit Aupair – Eine unserer besten Entscheidungen!“

  1. Wie toll eure Story doch klingt. Unser Aupair ist jetzt seit 1 Woche da und wir haben keine Sekunde bereut. Die Thematik, dass nich jemand im Haus ist ist das allerkleinste Problem. Sie legt ein gesundes Maß an den Tag wann sie in ihr Zimmer geht und wann nicht. Sie hat vorher schon ein FSJ in Deutschland absolviert und spricht daher super gut Deutsch.

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