Du schaffst das, Papa!

Die Kunst zu delegieren, outzusourcen, zu priorisieren – das sind die Zauberwörter zur erfolgreichen Umsetzung eines „vereinbarten“ Lebens in der Rushhour.

Meist lernt man es auf die harte Tour – wir halsen uns immer mehr Verantwortung, Aufgaben, Kinder auf und plötzlich geht’s aber nicht mehr. Die Kapazitäten sind ausgeschöpft. Gerade wir Frauen tendieren dazu, uns unentbehrlich zu machen / machen zu wollen.  Es ist sehr menschlich, dass man gebraucht werden möchte und liegt in der Natur der Sache (Beispiel Stillen – warum sonst docken Frauen 6-24 Monate 6-24 Mal am Tag freiwillig ein Baby an ihre Brust???).

ABER nicht überall, wo wir denken, aktiv sein zu müssen, sind wir auch wirklich der Actor der Wahl. Und das ist die gute Nachricht: Ihr könnt das Delegieren und Outsourcen lernen, denn meist sind es Glaubenssätze, die uns von Kindheit an begleitet haben und uns dazu bringen, so zu handeln. „Du schaffst das, Papa!“ weiterlesen

Das California Prinzip

Warum es Sinn macht, auf der Sonnenseite des Lebens zu sein, wie ihr damit erfolgreicher werdet und was ihr konkret dafür tun könnt.

Ich liebe Kalifornien und die Mentalität der Kalifornier. Von 2013-2015 haben wir mit der ganzen Familie in San Diego – „America’s finest city“ – gelebt.
Die ersten paar Wochen kam ich kaum klar vor lauter Freundlichkeit („OMG – I LOVE your dress“; „How CUTE is the baby..“; „Thank you for shopping at Vons – and have a WONDERFUL weekend“). Aber irgendwie wirkt das ansteckend, denn ungewollt zauberte jeder freundliche Spruch mir dann doch ein Lächeln auf die Lippen, auch wenns vielleicht nur oberflächlich gemeint war.

Peu-à-peu also habe ich mich angepasst, und war plötzlich auch zum oberflächlichen Kalifornier geworden. Zu einem ziemlich glücklichen, zufriedenen aber; ich hatte zudem in kürzester Zeit viele Bekanntschaften und sogar einige Freundschaften geknüpft. Die zwei Jahre in San Diego waren „the best days of my life“. Zurück in Deutschland kam ich ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen, als ich auf ein freundliches „Hallo“ von meinem Gegenüber in der Bahn nur ein schroffes „Kennen wir uns..??“ erntete. „Das California Prinzip“ weiterlesen

BUCHTIPP: Selbstorganisation braucht Führung

Die einfachen Geheimnisse agilen Managements

Von Boris Gloger und Dieter Rösner

Nachdem ich in meinem letzten Job noch beteiligt war an der „Umstrukturierung“ unserer Einheit in eine agile Organisation („Flexorg“), habe ich begonnen, mich intensiv mit dem Thema Agilität, Scrum und Selbstorganisation zu beschäftigen.

Es ist natürlich völlig utopisch zu glauben, dass in einem Konzern mit ein bisschen Transformation auf einmal alle agil denken und selbstorganisiert arbeiten. Im Gegenteil, das funktioniert null. Um das Prinzip so richtig zu implementieren ist aus meiner Sicht ein kompletter Mindset Change notwendig, optimalerweise begleitet von einem großen Mitarbeiter Change. Und dann würde es immer noch Jahre dauern. „BUCHTIPP: Selbstorganisation braucht Führung“ weiterlesen

BALANCE – normal statt radikal!

Erfolgreicher, glücklicher, zufriedener; warum es gut ist, durchschnittlich zu sein.

Wir leben in einer Gesellschaft der Extreme: vom Workaholic mit Burnout zum Total-Aussteiger, vom übergewichtigen Couchpotato zum Marathonläufer, von der Karrierefrau zur Helikopter Stay-at-home-mom.

Ich war schon immer Durchschnitt. Als ich klein war, hat mich das ganz schön gestört. Ich war gut in der Schule, aber kein Überflieger. Ich machte Taekwondo und spielte Tennis, aber immer ohne überragenden Erfolg. (Meine Mutter würde jetzt sagen: Doch, du konntest sooo toll Flöte und Klarinette spielen, du hast nur nie was draus gemacht 😉) Ich habe lange gebraucht, um herauszufinden, was die Dinge sind, in denen ich wirklich überperformen kann (Begeisterungsfähigkeit, Empathie, Stressresistenz, Durchhaltevermögen – POWER);  ansonsten kann ich Vieles ganz gut, aber ich bin weiterhin eher average.
Nur dass ich es heute schätze, denn ich bin in Balance.

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Von 100 auf 0

OMG ich bin nicht mehr effizient!

Das Problem mit dem Aufhören, warum ich als Manager in Elternzeit plötzlich das Gefühl habe, schrecklich ineffizient zu sein und wie man dieser Situation am Ende doch noch etwas Gutes abgewinnen kann.

Ich bin super strukturiert, perfekt organisiert und bezeichne mich gerne als die Königin des Outsourcings. Seit drei Jahren arbeite ich Vollzeit mit zwei kleinen Kindern, die ich morgens vor der Arbeit wegbringe und Nachmittags abhole. Ruhige Minuten sind eher selten, alles ist straff organisiert und wenn ein Rädchen ausfällt, läuft das System Gefahr, zusammenzubrechen. Trotzdem bekomme ich meist alles gut hin, mir macht das Spaß so, ich brauche vergleichsweise wenig Me-Time. Ich bin SO effizient (wie die meisten arbeitenden Mütter). „Von 100 auf 0“ weiterlesen

Zuckerbrot und Peitsche

Major Learnings aus den ersten Führungsjobs

Meine ganz persönlichen Erkenntnisse, Herausforderungen und die Frage, was eigentlich eine gute Führungskraft ausmacht

Der Bestimmer

Ich war schon als Kind gerne der Bestimmer! Als älteste von vier Schwestern regierte ich à la Zuckerbrot und Peitsche; und in meinem selbst gegründeten Club in der Grundschule ging ich totalitär vor: andere Meinungen oder Feedback waren nicht erwünscht – wer unliebsam wurde, flog raus. Überhaupt wählte ich die Mitglieder ganz subjektiv, alle waren mir irgendwie ähnlich und wen ich persönlich nicht mochte, der hatte sowieso keine Chance.

Und dann durfte ich endlich wirklich Chef sein! Dass der Totalitarismus meiner Kindheit nicht mein Führungsstil sein würde, war mir inzwischen klar. Führungsstärke wurde mir in verschiedenen Assessment Centern bescheinigt, jetzt ging es ans Eingemachte.

Hier sind meine Erkenntnisse aus den ersten Jahren als Führungskraft; die Schwierigkeiten und Herausforderungen, mit denen ich zu kämpfen hatte und habe. Daraus ergeben hat sich mein Idealbild einer guten Führungskraft, dem ich selbstverständlich nicht entspreche, auf das ich aber hinarbeite. „Zuckerbrot und Peitsche“ weiterlesen

Der perfekte Zeitpunkt

DIESE FRAGE BEWEGT UNS ALLE!

„Wann ist er denn, der perfekte Zeitpunkt zum Kinderkriegen, wenn man Karriere machen möchte?“

Das war die häufigste Frage von 30 MINT Studentinnen, die mir letztes Jahr auf einer Femtec (https://www.femtec.org/de) Veranstaltung gestellt wurde.

Diese Frage war für mich vor ca. zehn Jahren hochrelevant, so wie sie nun für diese top ausgebildeten und geförderten jungen Frauen relevant ist.
Die Antwort „den perfekten Zeitpunkt gibt’s nicht“ ist zwar grundsätzlich richtig, kommt jedoch wenig hilfreich daher, wenn man nach Orientierung und Vorbildern sucht.
„Der perfekte Zeitpunkt“ weiterlesen

Zeit ist Geld – und wir brauchen beides!

Arbeitszeit – Freizeit – Elternzeit

Denkanstöße, wie man im Spannungsfeld von Familie und Karriere beides maximieren kann.

  • Arbeitszeit – Teilzeit macht nur bedingt Sinn
  • Freizeit – Wie man sich mehr Erholungszeit schaffen kann
  • Elternzeit – Geschenkte Zeit, aus der man richtig was machen sollte

Zeit und Geld (hier gleichzusetzen mit Karriere oder Erfolg) einigermaßen in Balance zu halten ist nicht leicht. Meist mangelt es an Einem, hat man vom Anderen sehr viel. Man kann es sich eher bequem machen, und von beidem mit mäßigen Mengen zufriedengeben. Oder man möchte trotz Rushhour des Lebens ein bisschen ambitionierter herangehen. Hierfür möchte ich Denkanstöße mit konkreten Umsetzungsbeispielen geben. Als Motivation für Alle, die klare Ambitionen haben, sich aber noch nicht sicher sind, wie sie es hinbekommen können. „Zeit ist Geld – und wir brauchen beides!“ weiterlesen

Wie schaffst du das?

4 Key Punkte, die Karriere + Kinder zum erfolgreichen, erstrebenswerten Lebensmodell machen

Wie schaffst du das eigentlich? – werde ich als Vollzeit Führungskraft mit zwei kleinen Kindern und erfolgreichem Mann häufig gefragt.

Ich möchte andere Frauen motivieren, ich möchte, dass möglichst viele in meiner Situation, in ihrer „Rushhour des Lebens“, es auch schaffen. Und ich glaube, dass wir Mädels noch viel mehr voneinander und von unseren Erfahrungen profitieren sollten.

Neben ein bisschen Selbstdisziplin, Mut und natürlich dem Willen, erfolgreich zu sein, gibt es vier Punkte, die essentiell sind, um den Spagat zwischen Familie und Karriere von einer scheinbar unüberwindbaren Hürde zum perfekten Lebensmodell zu machen.

 

1.       Einfach machen – Dein Ding!

2.       Attitude – Changes als Chances!

3.       Priorisieren – via Outsourcing!

4.       Männer – als Vorbild! „Wie schaffst du das?“ weiterlesen